Ökostrom Windkraft

 

Energie aus Windkraft hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Gerade im Hinblick auf das steigende ökologische Bewusstsein zahlreicher Verbraucher konzentriert sich die Industrie immer mehr auf alternative bzw. regenerative Energien. Doch wie genau kann aus Wind eigentlich Biostrom entstehen - und welche Formen von Windkraftanlagen gibt es derzeit?

 

Ökostrom aus Windkraft - so wird aus Wind Strom erzeugt

Der Zusammenhang zwischen Ökostrom und Windkraft wird beim Thema Stromerzeugung in Deutschland in den kommenden Jahren deutlich wichtiger. Doch: Wie funktioniert eine solche Anlage eigentlich und warum rentieren sie sich für uns? Grundsätzlich ist die Erzeugung von Strom aus Wind eine in Deutschland sehr weit verbreitete Form der Verwendung von regenerativen Energien. Vor allem in der Nähe von Küsten und in sehr flachen Gebieten, insbesondere also in Norddeutschland, findet man schon jetzt eine große Menge an Windkraftanlagen, die aus Wind Strom erzeugen. Darüber hinaus gibt es insbesondere vor Skandinavien und Großbritannien spezielle Offshore-Anlagen. Diese werden vor der Küste im Meer installiert, um den dort herrschenden Wind voll ausnutzen zu können.

 

windparkEine moderne Windkraftanlage setzt sich in der Regel aus einem Mast, der Gondel, dem Getriebe, den Rotorblättern, der Rotorwelle und dem Generator sowie den Steuerfahnen zusammen. Die Hauptaufgabe einer solchen Anlage ist es, mit der Hilfe von Wind elektrische Energie zu erzeugen. In erster Linie arbeitet eine Windkraftanlage nach dem bekannten Auftriebsprinzip, wobei aerodynamisch geformte Rotorblätter, wie man sie unter anderem auch aus dem Flugzeugbau kennt, verwendet werden. In der Regel werden diese Anlagen mit speziellen Horizontalachsen-Rotoren versehen, welche entsprechend der Windrichtung installiert werden. Hierfür ist wiederum eine Installation des Generators in der Spitze der Anlage erforderlich.

 

Schon seit langer Zeit spielt die Windenergie in der Geschichte der Menschheit eine große Rolle: Bereits vor Jahrhunderten nutzten die Menschen den Wind effektiv, um Segelschiffe und Mühlen anzutreiben. Heute aber ist die Wissenschaft natürlich deutlich weiter fortgeschritten. So kann elektrische Energie aus Wind bzw. kinetischer Energie gewonnen werden. Diese Energie entsteht wiederum durch die Sonneneinstrahlung in der Erdatmosphäre - so gesehen ist die Windenergie also eine bestimmte Form der Sonnenenergie.

 

Die Funktionsweise einer Windkraftanlage

Eine Windkraftanlage kann Strom erzeugen, weil die natürliche Bewegungsenergie des Windes unmittelbar auf die Rotorblätter einwirkt. Auf diese Weise wird der Rotor der Anlage in eine drehende Bewegung versetzt. Nun wird die Rotationsenergie vom Rotor direkt an den in der Anlage installierten Generator weiter - und dieser kann direkt daraus Strom erzeugen, der sich in das öffentliche Netz einspeisen lässt. Bereits im späten 19. Jahrhundert entwickelte man die Grundlagen für dieses Prinzip, realisiert werden konnte es allerdings erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts in Schwaben. Damals eröffnete der Ingenieur Ulrich W. Hütter in der Nähe des kleinen Orts Geislingen ein erstes Windtestfeld. Dies war der Grundstein für eine bahnbrechende Entwicklung in der Windkraftbranche.

 

Allgemein lässt sich in den letzten Jahren eine klare Tendenz zu immer stärkeren Anlagen mit einer Leistung von etwa vier Megawatt beobachten. Damit geht parallel dazu eine Vergrößerung des Mastes einher. Solche Masten, die nicht selten kleiner als 100 Meter sind, erhalten natürlich nicht immer problemlos das Einverständnis der Anwohner und Behörden, die für die Genehmigung zuständig sind. Aus diesem Grund ist in manchen Regionen ein regelrechter Wettkampf um windträchtige und gleichzeitig genehmigte Standorte entfacht, der sich in den nächsten Jahren wohl noch verschärfen wird.

 

Windstrom wird immer wichtiger!

windenergieFest steht, dass der Zusammenhang zwischen Wind und Strom in der Bundesrepublik immer wichtiger wird - das belegen auch die aktuellen Pläne des Bundeslands Schleswig-Holstein. Bis zum Jahr 2020 möchte das nördlichste Bundesland Deutschlands den vollständigen Stromverbrauch aller Einwohner alleine durch Windenergie decken. Damit lässt sich nicht mehr von der Hand weisen, dass diese Energieform einen enormen volkswirtschaftlichen Nutzen mit sich bringt. Nicht nur verringert sich der teure und schadstoffreiche Import von endlichen und sehr wertvollen Rohstoffen, auch ländliche Gebiete werden dadurch wirtschaftlich gestärkt - denn natürlich schafft eine solche Anlage zahlreiche neue Arbeitsplätze.

 

Derzeit sind bereits nach aktuellen Angaben des Bundesumweltministeriums mehr als 50.000 Bürger in der Windkraftbranche angestellt. Zudem sind Windkraftanlagen so gut wie schadstofffrei und die Flächen rund um die Windparks können auch weiterhin problemlos landwirtschaftlich genutzt werden.

 

Verschiedene Arten von Windkraftanlagen

Man unterscheidet heutzutage zwischen verschiedenen Arten von Windkraftanlagen:
Kleinstanlagen sind Windkraftanlagen, welche eine Leistung von nur sehr wenigen Kilowatt bringen. Als kleine Windkraftanlagen bezeichnet man dagegen Anlagen, welche eine Leistung von bis zu 50 Kilowatt aufbringen können und die Rotorblätter mit einem Durchmesser von maximal 16 Metern besitzen.

 

Mittelgroße Windkraftanlagen leisten bis zu 500 Kilowatt und besitzen Rotorblätter mit einem Durchmesser von bis zu 45 Metern. Großanlagen können Leistungen von mehreren Megawatt bringen. Ihre Rotorblätter weisen nicht selten eine Länge 100 Metern oder mehr auf.

 

Offshore-Windparks als Kraftwerke der Zukunft

Neben der Errichtung der Windparks geht der Trend klar in die Richtung Offshore. Ökostrom aus Offshore-Windparks ist gerade im Hinblick auf das ökologische Bewusstsein sehr wichtig. Zwar ist der Aufwand für die Errichtung von solchen Windparks größer als an Land, dafür ist der Ertrag meistens deutlich höher.

 

Wer sich also für Ökostrom aus Windkraftanlagen entscheidet, geht einen klaren Weg Richtung saubere Zukunft. Die Energieproduktion ist nicht nur umweltfreundlich, sondern schafft zudem noch Arbeitsplätze in oft strukturschwächeren Regionen Deutschlands.